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Schimmel

Das Auftreten von Schimmel

Schimmel in Gebäuden lässt sich in den meisten Fällen durch das Auftreten sichtbarer Flecken an Wänden oder an der Decke feststellen. Wenn sich der Schimmel ausschließlich hinter Schränken bildet, kann er anhand eines modrigen Geruchs ermittelt werden. Die Möglichkeit zu einer chemischen Analyse des Schimmelbefalls besteht, erforderlich ist sie in der Regel aber ausschließlich für die Bestimmung der Konzentration.

Die Gesundheitsgefahr von Schimmelpilzen

Schimmel kann sich bei starker Konzentration schädigend auf die Leber auswirken und Krebs auslösen. Am häufigsten ist eine allergische Reaktion auf den Befall einer Wohnung mit Schimmel. Diese kann sich direkt dadurch bemerkbar machen, dass Menschen, die allergisch auf den Pilz reagieren, beim Aufenthalt in einer verschimmelten Wohnung sich bereits nach kurzer Zeit unwohl fühlen und dass sie keine Luft bekommen.
Eine häufige Langzeitfolge des Ausgesetztseins mit den Sporen von Schimmelpilzen ist das Entstehen von Bronchialasthma. Die Aspergillose, wie die durch den Schimmelpilz verursachte Krankheit wissenschaftlich bezeichnet wird, befällt neben der Lunge auch Haut, Ohren und Nasennebenhöhlen. Gelegentlich bilden sich Metastasen in Herz, Leber sowie im Nervensystem.
Das Einatmen von Schimmelsporen kann auch dann negative Folgen auf die Gesundheit haben, wenn sie bereits abgestorben sind.
Von einer allergischen Reaktion auf Schimmelpilze sind besonders häufig Menschen betroffen, deren Immunsystem bereits mit der Abwehr anderer Krankheiten beschäftigt ist.
Eine weitere mögliche Folge der Belastung mit Schimmelpilzen ist das Auftreten einer Mykose.
Die Behandlung von Krankheiten, welche durch Schimmelpilze verursacht wurden, ist nur dann dauerhaft wirksam, wenn die Belastung mit den Erregern dauerhaft ausgeschlossen werden kann. Das bedeutet, dass ein Umzug erforderlich sein kann, wenn sich eine wirksame Behebung des Schadens am Gebäude als nicht oder nicht sicher durchführbar erweist.

Die Ursachen für Schimmel

Die Hauptursache für Schimmelbildung ist Feuchtigkeit, da diese den Pilzen ein gutes Nahrungsangebot bietet. Die Bekämpfung von Schimmel bedeutet somit in erster Linie die Beseitigung der die Feuchtigkeit verursachenden Ursachen. Vielfach verursachen Baumängel Feuchtigkeit, wobei Regen- und Schmelzwasser häufig als Folge defekter Dachabdichtungen oder eines undichten Mauerwerks eindringen kann. Tritt der Schimmelfall hauptsächlich im unterhalb der Dachrinne gelegenen Stockwerks auf, ist eine Überprüfung der Dachentwässerung unumgänglich.
Heutzutage tritt jedoch Kondenswasser als vorherrschende Ursache für die Schimmelbildung auf. Während in früheren Zeiten die Fugen am Fenster zumeist undicht waren und somit einen automatischen Luftaustausch bewirkten, hat die moderne Wärmedämmung zu dichten Fenstern geführt. Ein solcher muss unbedingt durch regelmäßiges Lüften erfolgen, damit die feuchte Innenraumluft durch die trockenere Außenluft ersetzt werden kann. Die Feuchtigkeit der Luft innerhalb der Wohnung wird nicht nur durch das Kochen, sondern bereits durch die Atemluft der Bewohner spürbar erhöht. Weitere Ursachen für die Schimmelbildung können in Wärmebrücken bestehen, die sich durch eine thermische Untersuchung aufspüren lassen.
Wenn der Schimmel ausschließlich hinter nahe an eine Wand gestellten Schränken auftritt, ist der zu geringe Abstand der Möbel zu dieser als Ursache anzunehmen.

Vermeidung von Schimmel

Sobald Defekte an der Dachentwässerung auftreten, sind diese zu reparieren. Wenn Räume durch den Eintritt eines Schadens wie dem Auslaufen einer Waschmaschine oder als Folge eines Wasserrohrbruchs nass geworden sind, müssen umgehend geeignete Maßnahmen zur vollständigen Trockenlegung eingeleiten werden. Die wichtigste Aktivität zur Vermeidung von Schimmelbildung ist das richtige Lüften. Es muss mehrmals am Tag mittels einer Stoßlüftung gelüftet werden, das dauerhafte Lüften durch ein gekipptes Fenster bewirkt keinen echten Luftaustausch, sondern führt überwiegend zu höheren Heizkosten. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Wände nicht zu sehr abkühlen. Auch bei vorübergehend nicht genutzten Räumen darf nicht vollständig auf das Heizen verzichtet werden, da sehr geringe Temperaturen die Schimmelbildung fördern.
Wenn sich die Luftfeuchtigkeit auf andere Weise nicht unter 70 bis maximal 80 Prozent absenken lässt, ist der Einsatz von Geräten zur Luftentfeuchtung unumgänglich.

Behandlung von Schimmel

In Drogeriemärkten sind Mittel zur Bekämpfung von Schimmelbefall erhältlich, diese wirken jedoch nur dann ausreichend, wenn die Schimmelpilze oberflächlich vorhanden sind. Wenn sie tiefer in das Bauwerk eindringen konnten, reichen derartige Mittel nicht mehr aus. Bei ihrem Einsatz ist das Tragen eines Mundschutzes sehr wichtig, da Schimmelpilz-Sporen aufgewirbelt werden und das Einatmen der Mittel ebenfalls zu Gesundheitsschäden führen kann. Im Anschluss an die Behandlung sollte gut gelüftet und die Wohnung für mindestens einen halben Tag verlassen werden. Eine mögliche Alternative stellen Produkte aus dem Bio-Laden dar, die keine Nebenwirkungen haben. Das Überstreichen der behandelten Flächen mit einer gegen Schimmel abweisend wirkenden Spezialfarbe ist dringend zu empfehlen.
Wenn der Schimmel nicht nur an der Oberfläche vorhanden ist, müssen die befallenen Tapeten ebenso ausgetauscht wie der Putz abgetragen werden. Da sich Schimmelsporen häufig auf Kleidung sowie in Büchern festsetzen, ist bei einem sehr starken Befall eine fachgerechte Reinigung der Bekleidung sowie der vorhandenen Literatur erforderlich, damit der Schimmel nicht wiederkommt. Diese Maßnahme ist natürlich auch angezeigt, wenn auf Grund des Schimmelbefalls die Wohnung gewechselt wird, da ansonsten die Gefahr der erneuten Schimmelbildung in der neuen Wohnung besteht.

Schimmel Mieter Vermieter Recht
In Mietwohnungen führt die Behandlung von Schimmelschäden regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen Mietern und Vermietern. Da die Kosten für die im Drogeriemarkt angebotenen Mittel recht gering sind, bietet sich der Versuch der Beseitigung des Schimmels mit ihrer Hilfe durch den Mieter an. Wenn dieser Versuch den Befall nicht wirksam reduziert, muss der Vermieter informiert werden.

Ein starker Schimmelbefall ist so gut wie nie monokausal, in den meisten Fällen sind Bauschäden zumindest eine Ursache, so dass der Vermieter für die Beseitigung der Schäden verantwortlich ist. Nach einhelliger Rechtsprechung berechtigt Schimmelbefall zu einer Mietminderung.

weiterführende Informationen zu Schimmel finden Sie hier:

Haushaltstipps zu Schimmel

Tipps für Mieter bei Schimmel

Linkliste zu Schimmel in Wohnungen