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Renovierung beim Immobilienkauf

Wer eine neue Immobilie erworben hat, lässt üblicherweise vor dem Bezug der Immobilie einige Renovierungsarbeiten durchführen. Dabei handelt es sich sowohl um die Ausbesserung von Schäden am Gebäude, deren Beseitigung laut Kaufvertrag der neue Besitzer übernimmt und andererseits um Veränderungen, welche der neue Eigentümer der Immobilie durchführt, um die Immobilie zu verschönern oder sie seinen Bedürfnissen anzupassen.

 

Einige Tätigkeiten bei der Renovierung können durch den neuen Besitzer selber vorgenommen werden, sofern er über ein Mindestmaß an handwerklichem Geschick verfügt. Besonders das Anstreichen und das Tapezieren wird häufig selber erledigt. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, allerdings bedeutet die Beauftragung eines Malers und Tapezierers weniger Stress und eine garantiert fachmännische Ausführung der Arbeiten.

 

Aus Sicherheitsgründen dürfen Arbeiten an der elektrischen Anlage selber durchgeführt werden, für diese ist zwingend die Beauftragung eines Elektrikers erforderlich. Wer selber an der Elektrik bastelt, riskiert im schlimmsten Fall, dass seine Immobilie auf Grund eines technischen Defektes abbrennt.
Bei der Verlegung von Fliesen oder dem Austausch von Türen und Fenstern ist die Durchführung der Arbeiten durch den Besitzer grundsätzlich möglich, in der Realität überschätzen jedoch insbesonders Männer sehr oft ihre handwerklichen Fähigkeiten.

Da ein Handwerker für die von ihm geleisteten Arbeiten haftet, während der Besitzer seine möglichen Fehler teuer reparieren lassen muss, ist die Beauftragung eines Unternehmens auf Dauer gesehen nicht zwingend wesentlich kostspieliger als die eigene Arbeit.

 

 

Der ideale Zeitpunkt für die Renovierung

Einige Arbeiten wie das Tapezieren müssen auf jeden Fall im Zeitraum zwischen dem Kauf der Immobilie und dem endgültigen Einzug durchgeführt werden. Andere Tätigkeiten wie eine mögliche Erneuerung der Heizung können auch später in Angriff genommen werden. Für ihre Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt spricht, dass der Immobilienerwerber die insgesamt für die Arbeiten am Haus anfallenden Kosten über einen längeren Zeitraum verteilen kann. Ein wesentlicher Vorteil einer sofort nach dem Erwerb der Immobilie durchgeführter vollständigen Renovierung besteht darin, dass die Durchführung der Arbeiten in einem aktuell nicht bewohnten Haus wesentlich einfacher ist und auch schneller durchgeführt werden kann.

Am einfachsten lassen sich Arbeiten im Garten auf später verschieben.
Zu beachten ist, dass die Anmeldung der Immobilie beim Energieversorger bereits zu Beginn der Renovierung erfolgen muss. Für diesen gilt als Einzugstermin das Datum der Schlüsselübergabe, während das Datum des tatsächlichen Umzugs als Bezug bezeichnet wird. Selbstverständlich kann für die Zeit der Renovierungsarbeiten ein reduzierter Abschlag vereinbart werden.

 

Die Finanzierung der Renovierung

Sofern Renovierungsarbeiten zur Behebung vorhandener Schäden an der Immobilie durchgeführt werden, sollten sie sich im Kaufpreis der Immobilie niederschlagen.
Eine sinnvolle Finanzierungsvariante ist das Darlehen einer Bausparkasse, wenn dieses nicht bereits für den Erwerb der Immobilie verwendet wurde.

Ein günstiger Kredit für die Renovierung ist häufig bei einer Sparkasse sowie einer Volks- und Raiffeisenbank zu erhalten. Diese Banken setzen für vergünstigte Kredite voraus, dass örtlich ansässige Handwerker mit der Renovierung beauftragt werden, da es sich um ein Programm handelt, mit welchem die Genossenschaftsbanken und die öffentlich-rechtlichen Sparkassen den regionalen Mittelstand fördern.
Für die Materialien, welche für selber durchgeführte Arbeiten benötigt werden, kann das vergünstigte Darlehen somit nicht in Anspruch genommen werden, so dass für diese ein Kredit zu banküblichen Konditionen aufgenommen werden muss, sofern die Kosten nicht aus dem laufenden Einkommen oder dem vorhandenen Vermögen aufgebracht werden können. Die Nutzung des für das Girokontos eingeräumten Dispositionskredites ist nicht zu empfehlen, da die Bank für diesen Kredit überdurchschnittlich hohe Zinsen berechnet. Eine Ausnahme ist nur für geringe Teilkosten sinnvoll, wenn das Konto kurzfristig wieder ausgeglichen sein wird.

 

Kredit Renovierung

Für Renovierungsmaßnahmen, welche der Energieeinsparung dienen, sind vergünstigte Förderdarlehen erhältlich. Zusätzlich fördern einige Energieversorger die Modernisierung der Heizung bei der Umstellung auf Erdgas oder die Wärmepumpe, wenn der Kunde sich für einen festgelegten Zeitraum vertraglich an den örtlichen Lieferanten bindet. Die öffentlichen Förderprogramme unterscheiden sich je nach Bundesland; die möglichen Förderungen durch den Energieversorger unterliegen bei jedem Unternehmen unterschiedlichen Konditionen. Eine Nachfrage an der Hotline oder eine Recherche im Internet lohnt sich immer.

Bundesweit werden Förderkredite durch die KfW vergeben, diese sind über die Hausbank zu beantragen.

Einige Privatbanken finanzieren dem Umweltschutz dienende Maßnahmen ebenfalls durch Kredite zu ermäßigten Konditionen.

Zumindest die Förderprogramme der Energieversorger sind an die Beauftragung eines Handwerkers gebunden. In vielen Fällen wird die Beauftragung eines mit diesem kooperierenden Betriebes vorausgesetzt. Außerdem arbeiten Energieversorger bei ihren Fördermaßnahmen häufig mit Herstellern von Heizanlagen zusammen, so dass nur Anlagen bestimmter Marken gefördert werden.
Bei der Aufnahme von Krediten für Renovierungsmaßnahmen ist unbedingt auf die finanzielle Gesamtsituation zu achten, schließlich ist der Immobilienkredit ebenfalls zu bedienen.

 

Steuerliche Absetzung von Handwerkerrechnungen

Haushaltsnahe Dienstleistungen vermindern die Steuerschuld. Es werden 20% der Lohnkosten bis zu 3000 Euro jährlich direkt von der zu zahlenden Lohn- oder Einkommenssteuer abgezogen, so dass die mögliche Steuerersparnis bis zu 600 Euro beträgt.
Materialkosten werden allerdings im Rahmen dieser Regelung nicht angerechnet, sie wirken sich steuerlich nur dann aus, wenn zumindest Teile der Immobilie vermietet werden.

Für die steuerliche Anerkennung der Handwerkerleistungen ist die Vorlage einer korrekten Rechnung, welche sowohl die zur Zeit ihrer Ausstellung gültige Rechnungsanschrift des Auftraggebers als auch die Adresse der Leistungserbringung ebenso wie die Anschrift und die Steuernummer des beauftragten Unternehmens enthält, erforderlich. Die Bezahlung darf ausschließlich durch eine Banküberweisung erfolgen, eine Barzahlung wird vom Finanzamt nicht anerkannt.
Diese Regelung soll bewirken, dass der Unternehmer die Einnahmen ordnungsgemäß verbucht.