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Haus am Wasser

Was Häuser am Wasser anziehend macht

Der Mensch liebt das Wasser. Die bevorzugten Urlaubsgebiete liegen am Meer oder zumindest an einem größeren See. Der tägliche Blick auf das Wasser beruhigt und vermittelt etwas Urlaubsgefühl für das Wohnen im Alltag. In den letzten Jahren haben Häuser, welche direkt am Wasser gelegen sind, eine regelmäßige Wertsteigerung erfahren, auch wenn die Immobilienpreise in der entsprechenden Gemeinde insgesamt gesunken sind. Diese Beobachtung gilt unabhängig von der Art des Gewässers. Die Lage an einem Kanal, Fluss oder See erhöht den Wert des Grundstücks ebenso wie der Blick auf das Meer. Gelegentliche Überflutungen haben nicht zu einer Veränderung bei diesem Trend geführt. Die meisten Bewohner fühlen sich weiterhin vom Plätschern des Wassers beruhigt.

 

Wasserblick an Nord- und Ostsee

Dort, wo schon seit Generationen das Leben mit dem Meer und seinen gelegentlichen Sturmfluten eingeübt wird, stehen nur sehr wenige Wohnhäuser direkt am Wasser. Häuser an der Strandpromenade sind von der See durch diese und durch den Strand getrennt. Während der Strand hochwassertechnisch als natürliche Überflutungsfläche angesehen werden kann, gehört die üblicherweise erhöhte Promenade zum Deichsystem.

An einigen Orten befinden sich zwar Cafés und Restaurants auf dem Strand, diese lassen sich bei Bedarf leichter räumen und vorläufig nicht benutzen als Wohnhäuser. Auf der Nordseeinsel Langeoog wurde ganz konsequent nach Gesichtspukten des Schutzes vor einer Überflutung gebaut, dort befinden sich selbst die Toiletten und die Verpflegungseinrichtungen am Strand in geschützter Lage hinter den Stranddünen. Die Urlauber akzeptieren ohne Murren, dass sie in den meisten Cafés bei Kaffee und Kuchen das Meer zwar rauschen hören, es aber nicht sehen können.

 

 

Haus am Wasser

Das Bauen direkt am Wasser

Das Errichten von Immobilien unmittelbar an der Wasserlinie ist eine überwiegend im Binnenland zu findende Bauweise. Sie setzt die Erwartung voraus, dass Flüsse und Seen nur ein geringes Hochwasser-Risiko bergen. Für Kanäle und die meisten Seen trifft diese Annahme weitgehend zu, Flüsse und Bäche haben in der jüngeren Vergangenheit mehrfach Überschwemmungen bewirkt. Der primäre Grund für diese Entwicklung ist der Eingriff des Menschen in den Flusslauf, durch eine Begradigung nimmt die Fließgeschwindigkeit unkontrollierbar zu. Daneben wurden Überschwemmungsflächen zerstört; ein Deich kann aber nur dann örtlich gegen eine Überflutung wirken, wenn dem Gewässer an einem anderen Ort Überflutungsflächen zur Verfügung stehen.

Viele Gemeinden haben ihre Bebauungspläne geändert und erlauben das Errichten von neuen Immobilien direkt an der Wasserlinie nicht mehr. Tatsächlich lässt sich der Blick auf das Wasser auch realisieren, wenn das Haus nicht direkt am Ufer steht. Bei einem Deichbruch oder einem sehr starken Hochwasser sind zwar auch die Gebäude betroffen, die nicht direkt am Wasser stehen; häufiger als derartige in den Medien verbreitete Vorkommnisse sind aber kleinere Überschwemmungen, bei denen nur die direkt an der Wasserlinie gelegenen Häuser in Mitleidenschaft gezogen werden. Als ideal erscheint eine Immobilie, welche auf einem Hügel oberhalb des Gewässers errichtet wurde. Der Blick auf das Wasser ist frei, zugleich besteht ein guter und wirksamer Schutz vor Hochwasserschäden. Bei der momentanen Bevorzugung von unmittelbar am Wasser errichteten Immobilien ist sie zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit günstig zu erwerben.

 

Hochwasserschutz

Wer ein unmittelbar am Flussufer errichtetes Haus kaufen möchte, muss sich über den bestehenden Hochwasserschutz informieren. Wenn dieser nicht ausreicht, ist eine entsprechende Nachrüstung zwingend erforderlich. Die erste Maßnahme ist die Abdichtung der Kellerräume, damit durch diese kein Wasser in das Haus eindringen kann. Verschiedene Hersteller bieten Hochwasserschutzsysteme an, welche teilweise dauerhaft angebracht werden und zu einem anderen Teil erst unmittelbar vor einer drohenden Hochwasserflut zum Einsatz kommen. Dauerhafte Lösungen sind langfristig günstiger, zudem vermeiden sie das Risiko eines verspäteten Einsatzes der entsprechenden Mittel. Die Verstärkung der Deiche durch Sandsäcke ist eine letzte Notmaßnahme, deren Erfolg nicht sicher ist.

Von Bedeutung ist aber auch der passive Hochwasserschutz, so ist der ideale Aufbewahrungsort für Wertsachen und Dokumente ein oberes Stockwerk, wenn die Bedrohung durch Hochwasser für das Haus nicht ausgeschlossen werden kann. Im Handel werden wasserdichte Aufbewahrungsmittel für nahezu alle Gegenstände angeboten, deren Nutzung sehr zu empfehlen ist.

 

Versicherungsschutz

Sowohl bei der Gebäude- als auch bei der Hausratversicherung kann das Hochwasser-Risiko in den Versicherungsvertrag eingeschlossen werden. In typischerweise von einem derartigen Ereignis bedrohten Gebieten bieten aber nur wenige Versicherer einen entsprechenden Vertrag an. Dieser kostet in der Regel eine relativ hohe Prämie, dennoch ist der Abschluss einer Versicherung gegen Hochwasserschäden zu empfehlen, da die Schadenshöhe sehr hoch ausfallen kann.